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MEDION verkaufen


23.03.2005
Bankhaus Lampe

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die Aktie von MEDION (ISIN DE0006605009 / WKN 660500) zu verkaufen.

Nachdem MEDION Ende Februar erste Indikationen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 bekannt gegeben habe, habe die Gesellschaft in der letzten Woche ihre endgültigen Daten für 2004 publiziert.

Bekanntermaßen habe MEDION einen Umsatz von rund 2,62 Mrd. Euro erzielt, der damit um 10% unter dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen habe. In Deutschland habe der Umsatzrückgang fast 20% auf 1,55 Mrd. Euro entsprochen, während im europäischen Ausland ein Erlösplus von rund 6% auf 0,98 Mrd. Euro habe erzielt werden können sowie in Übersee von ca. 13% auf 97 Mio. Euro, das dort jedoch nicht von den USA, sondern von der Region Asia-Pazifik getrieben worden sei (Auslandsanteil insgesamt: 41%).

Bezeichnenderweise habe der Konzern in Europa im vierten Quartal 2004 erstmals einen Rückgang auf der Umsatzseite (-10%) hinnehmen müssen.


Den ebenfalls bereits berichteten Einbruch auf der Ergebnisseite (EBIT: 90 Mio. Euro nach 180 Mio. Euro) erkläre das Management mit dem fehlenden Umsatz sowie mit erhöhten Transport- und Logistikkosten aufgrund veränderter Bestellverhalten der Kunden. Entsprechend dem halbierten operativen Ergebnis habe sich auch der Jahresüberschuss von 103 Mio. Euro auf 51 Mio. Euro sowie das Ergebnis je Aktie von 2,13 Euro auf 1,05 Euro verringert. Der Dividendenvorschlag liege mit 0,55 Euro je Aktie zwar leicht über den Schätzungen der Analysten (0,50 Euro), bedeute gegenüber 2003 jedoch einen Rückgang um 0,15 Euro.

Die zuletzt vorgelegten endgültigen Geschäftszahlen hätten nicht mehr sonderlich überraschen können. Enttäuscht seien die Analysten jedoch von dem nur sehr vagen Ausblick sowie der Guidance für das erste Quartal 2005. Ihres Erachtens würden die aktuellen Daten sowie Kommentare der Gesellschaft unverändert zeigen, dass die von ihnen skizzierten Risiken auch weiterhin Bestand hätten. Hierzu würden die Analysten insbesondere die hohe Abhängigkeit von einzelnen Großkunden, dem gegenläufigen Währungseffekt (insbesondere US-Dollar) und Preisverfall gegenüber dem Mengenwachstum zählen.

Das von den Analysten immer wieder skizzierte Risiko, dass sich das angabegemäß nur inlandsspezifische Problem der Margenschwäche und des Preisdrucks der Discounter mittelfristig auch auf die Auslandsmärkte übertragen könnte, habe sich in 2004 letztendlich bewahrheitet. So habe sich die EBIT-Marge in Europa gegenüber 2003 von 6,5% auf 4,1% reduziert (in Deutschland: von 6,3% auf 3,6%). Darüber hinaus würden die Analysten ebenso glauben, dass sich die Transport- und Logistikkosten aufgrund des kürzeren Bestellverhaltens der Großkunden auch in 2005 auf hohem Niveau bewegen würden und somit die Margen weiter belasten sollten.

Die Analysten würden sehen, dass sie mit ihrer Einschätzung zu dem Wert in den letzten Wochen trotz zwischenzeitlicher deutlicher Kursgewinne unverändert richtig gelegen hätten. Aufgrund der Ergebnisrevision und den anhaltend eingetrübten Aussichten würden sie ihr Kursziel auf Jahressicht darüber hinaus wieder von 15 auf 12 Euro reduzieren. Dies impliziere auf Basis der 2005er-Schätzzahlen ein KGV von 12 bzw. für 2006 von 10, was sie auch vor dem Hintergrund der Dividendenrendite von 4,5% prinzipiell als nicht zu teuer einstufen würden. Angesichts der unverändert vorhandenen Unsicherheiten dränge sich nach Erachten der Analysten derzeit immer noch kein Investment in die Aktie auf.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten weiterhin die MEDION-Aktie zu verkaufen.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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